Cubo de la Galga: La Palmas Märchenwald

Ein Wald wie aus einem Märchen

Der Cubo de la Galga führt in einen feuchten, beinahe verwunschenen Wald im Nordosten La Palmas. Er liegt im Naturpark Las Nieves und zugleich in der Biosphärenregion der Insel. Passatwolken bleiben an den Hängen hängen und versorgen das Tal mit Feuchtigkeit. Deshalb wachsen Lorbeerbäume, Farne und Rankpflanzen so dicht, dass die Vegetation stellenweise wie ein kleiner Urwald wirkt.

Violette Blüten am Weg im Cubo de la Galga

Die Laurisilva ist eine alte subtropische Waldformation, deren verwandte Pflanzengesellschaften vor Millionen Jahren auch in Teilen Südeuropas und Nordafrikas verbreitet waren. Auf den Kanaren konnte sie in feuchten Höhenlagen überleben. Im Cubo beginnt der Weg zunächst zwischen Obstbäumen, Gagelstrauch und Baumheide, bevor die Spuren menschlicher Nutzung nach und nach verschwinden.

Im grünen Barranco de La Galga

Der Pfad windet sich an feuchten Felswänden entlang, die mit Efeu, Moosen und langen Ranken überzogen sind. Unter dem geschlossenen Blätterdach bleibt die Luft kühl und das Licht gedämpft. Oft hört man nur raschelnde Blätter oder die Rufe der Waldtauben; nur selten öffnet sich zwischen den Bäumen ein Blick in die tiefe, immergrüne Schlucht.

Lichtdurchfluteter Weg im Lorbeerwald des Cubo de la Galga

Gerade diese Stille macht den kurzen Rundweg reizvoll. Dennoch ist der Untergrund ein echter Waldweg: Wurzeln, Steine und feuchte Stellen können rutschig sein. Nach kräftigem Regen oder bei viel Wasser im Barranco sollte die Wanderung nicht unternommen werden.

Asomada Alta und San Bartolomé

Wer die längere Variante wählt, steigt aus dem engen Wald zu Pisten und Aussichtspunkten hinauf. Von Asomada Alta reicht der Blick bei klarer Luft über den Nordosten der Insel, von den bewaldeten Hängen bis zu den tief eingeschnittenen Barrancos und zum Atlantik. San Bartolomé, auch San Bartolo genannt, liegt zwischen dieser Berglandschaft und der Küste.

Mit abnehmender Höhe verändert sich die Pflanzenwelt. Baumheide und Gagelstrauch weichen Obstbäumen, Gärten und landwirtschaftlichen Flächen mit Kartoffeln, Mais, Gemüse oder Zierpflanzen. Eine Fortsetzung bis in Richtung Playa de Nogales ist eine eigene, deutlich längere Tour und verlangt eine genaue Routen- und Transportplanung.

Kurzer Rundweg oder vollständiger PR LP 05.1

Für den ersten Besuch empfiehlt sich der ausgeschilderte Rundweg durch den Lorbeerwald: rund fünf Kilometer, ungefähr zwei Stunden und geringe Schwierigkeit. Er beginnt am Parkplatz mit dem Umwelt-Informationspunkt an der LP-1 und kehrt dorthin zurück.

Der vollständige PR LP 05.1 ist mit 12,4 Kilometern und etwa 750 Höhenmetern deutlich anspruchsvoller. Er verbindet den Cubo mit der Montaña de La Galga, der Hauptstraße und dem GR 130; von dort sind Fortsetzungen Richtung Puntallana oder Los Sauces möglich.

Markierung und vorübergehende Umleitungen haben Vorrang vor älteren Karten. Prüfen Sie vor dem Start den aktuellen Zustand der Inselwanderwege. Feste Schuhe, Regenjacke, Wasser und etwas Verpflegung sind auch im schattigen Wald sinnvoll.