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La Palma Museen

So klein La Palma auch sein mag, kulturhungrige Gäste können ihren Appetit in zahlreichen Museen stillen. Oftmals verkaufen die Musentempel auch palmerisches Kunsthandwerk. Davon abgesehen laden die Casas Artesanos - das sind spezielle Kunsthandwerk-Läden - dazu ein, das ganz authentische Souvenir zu entdecken.

 

Museo Insular - Das Inselmuseum in Santa Cruz

Im Blick auf kunstgeschichtlich wertvolle Gebäude und Museen hat Santa Cruz die Nase vorn. Denn die Inselhauptstadt war im 15. und 16. Jahrhundert tatsächlich der Nabel - und zwar zur Neuen Welt. Hier mussten alle vollbeladenen Schiffe der Spanier nach ihren Beutezügen in den Kolonien Station machen und Steuern zahlen - schließlich wollte auch die spanische Regierung was vom großen Kuchen abhaben. Fazit: Eine Menge Geld war im Umlauf, um Paläste, Klöster, Verwaltungen und protzige Bürgerhäuser zu bauen.

Steinerner Zeuge dieser Zeit ist das Franziskanerkonvent , in dem heute das Inselmuseum residiert. Passenderweise sind in der schön restaurierten Anlage an der Plaza de San Francisco Werke flämischer Maler aus dem 16. Jahrhundert ausgestellt, aber auch Bilder aus dem Romantizismus, Realismus bis hin zum Im- und Expressionismus. Darüber hinaus kann hier Kunsthandwerkliches wie typisch palmerische Keramik, Stickerei oder Seide betrachtet werden. Naturgeschichtliche Exponate - etwa präparierte Fische und Vögel - sowie Mumien und Rekonstruktionen der Frühgeschichte La Palmas runden die Ausstellung ab.

Last but not least: Die Bäume im Garten des Konvents wurden nicht etwa von einem unbekannten Gärtner gepflanzt. Zur Schaufel gegriffen haben hier namhafte VIPs aus ganz Europa - und zwar 1985 bei der Einweihung des Observatoriums auf dem Roque de los Muchachos .

Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 bis 20 Uhr durchgehend.
Adresse: Plaza de San Francisco, 3 - Santa Cruz de La Palma.

 

Museo de la Fiesta de La Cruz

 

Himmel aufragenden Roque de los Muchachos Islas Airways Canarias

Parque de Los Alamos
San Pedro - Breña Alta

Voraussichtliche Öffnungszeiten:
Martes y Jueves de 10:00 - 13 h.
Miércoles y Viernes de 16:00 a 19 h.
Sábados y Domingos de 10:00 a 14:00 h.
Gesbalta: (0034) 922 43 81 18
Ayuntamiento: (0034) 922 43 70 09

 

Museo del Puro Palmero

Himmel aufragenden Roque de los Muchachos

Parque de Los Alamos
San Pedro - Breña Alta

Voraussichtliche Öffnungszeiten:
Martes y Jueves de 10:00 - 13 h.
Miércoles y Viernes de 16:00 a 19 h.
Sábados y Domingos de 10:00 a 14:00 h.
Gesbalta: (0034) 922 43 81 18
Ayuntamiento: (0034) 922 43 70 09

 

 

Museo Naval - Das Schifffahrtsmuseum in Santa Cruz

Himmel aufragenden Roque de los Muchachos Islas Airways Canarias

 

Auf der Plaza Alameda in Santa Cruz steht die Santa Maria - und trotzdem war Kolumbus niemals auf La Palma. Colón - so nennen die Spanier ihren berühmten Entdecker - machte auf seiner "Indienreise" zwar einen Zwischenstopp auf den Kanaren, allerdings auf Gomera . Das hat die Palmeros aber nicht davon abgehalten, seinen legendären Holzkahn in ihrer Hauptstadt aus Beton nachzugießen und darin ein Museum einzurichten. Alte Pergamente, Schiffskarten sowie Navigationsinstrumente geben Einblicke in die Geschichte der Seefahrt und erinnern daran, dass die Palmeros im 19. Jahrhundert geachtete Schiffsbauer waren.

Das Schifffahrtsmuseum ist zur Zeit wegen Umbauarbeiten geschlossen. Der Zeitpunkt der Wiedereröffnung ist noch unklar.

Voraussichtliche Öffnungszeiten: montags und donnerstags 9.30 bis 14 und 16 bis 19 Uhr; freitags 9.30 bis 14 Uhr.
Adresse: Plaza de la Alameda, s/n - Santa Cruz de La Palma

 

Museo Arqueológico Benahoarita - Das Ureinwohner-Museum in Los Llanos

Himmel aufragenden Roque de los Muchachos Islas Airways Canarias

"Was soll denn diese Spirale bedeuten?" Diese Frage stellen La-Palma-Neulinge, wenn sie das Symbol auf T-Shirts, Souvenirs und vielen anderen Werbeflächen sehen. Die Antwort ist einfach und schwierig zugleich.

Die Spirale ist fast schon zum Wahrzeichen La Palmas avanciert, weil sie an die Felsmalereien der Ureinwohner erinnert. Die sogenannten Benahoariten meiselten nämlich mit Vorliebe geometrische Zeichen in fast jeden Stein der Insel. Nur: Was diese Petroglyphen genau bedeuten, darüber liegen sich die Forscher bis heute in den Haaren.

Details zu diesen Theorien erfährt man im erst kürzlich eröffneten Benahoariten-Museum in Los Llanos - und mehr. Die gut gemachte Schau im Camino de Las Adelfas lässt die Ära der palmerischen Ureinwohner Revue passieren: Woher sie kamen, wie, wo und wovon sie lebten bis hin zu ihrem heroischen Kampf gegen die spanischen Eroberer, den sie schlussendlich verloren.

Mehr info: La Palma: Das Ureinwohner-Museum in Los Llanos / Foto Galeria

Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 10 bis 14 und 17 bis 20 Uhr.
Adresse: Camino de Las Adelfas, s/n - Los Llanos de Aridane

 

Parque cultural La Zarza - Der Archäologiepark in La Zarza

Himmel aufragenden Roque de los Muchachos Islas Airways Canarias

 

Theorie und Praxis zum Leben der Ureinwohner La Palmas gibt es in La Zarza . Denn das kleine Museum im Norden der Insel verfügt nicht nur über einen Ausstellungsraum, sondern auch über einen kleinen Park mit Felsen auf denen originale Spiralen und Muster der Ureinwohner zu sehen sind.

Die "Aboriginies" von La Palma haben hierzulande viele Namen: Mal heißen sie Benahoariten , was soviel wie "mein Land" bedeutet. Andere nennen sie Guanchen , was aber eigentlich falsch ist, denn das heißt "Sohn von Teneriffa". Eher selten hört man den Begriff Aboritas , der sich von "Abora" ableitet - das war die Gottheit der Ureinwohner.

Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 11 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags 12 bis 18 Uhr.
Adresse: Carretera General La Mata, s/n - Villa de Garafía

 

Museo Etnográfico Villa de Garafía - Das Völkerkundemuesum in Garafía

Nochmal Informationen zur Urbevölkerung La Palmas erwartet den Besucher im Völkerkundemuseum Garafía . Weil wir uns hier aber in einer der landwirtschaftlichen Hochburgen der Insel befinden, zeigt das Casa de la Cultura vor allem die verschiedenen Facetten des bäuerlichen Lebens der Insel. Landwirtschaftliche Geräte und Brauchtums-Gegenstände zeugen davon, das nicht nur hart gearbeitet, sondern auch mal gefeiert wurde.

Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 bis 17 Uhr; samstags 10 bis 14 Uhr.
Adresse: Casa de la Cultura de Santo Domingo - Villa de Garafía

 

Museo Casa Roja - Das Stickereimuseum in Mazo

Villa de Mazo wartet zur Fronleichnamszeit mit einem ganz besonderen Augenschmaus auf: Aufwendig werden Teppiche aus Sand und Blüten mit religiösen Motiven hergestellt. Damit die viele Arbeit nicht in Vergessenheit gerät, wird sie fotografiert und dokumentiert - und dann im Casa Roja verewigt. Im Oberen Stock des Gebäudes stellen die fleißigen Bewohnerinnen von Mazo gestickte Trachten und Kirchengewänder aus.

Picassa Foto Galerie Museo Casa Roja Das Stickereimuseum | Corpus Christi Foto Galerie 2011

Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 bis 14 und 15 bis 18 Uhr; samstags 11 bis 18 Uhr.
Adresse: C/ Maximiliano Pérez Díaz, s/n
38730 El Pueblo - Villa de Mazo - La Palma

 

Museo de Seda - Das Seidenmuseum in El Paso

Früher war das Sammeln von Cochenille-Läusen ein wichtiger Zusatzverdient der palmerischen Landfrauen. Heute wird der rote Farbstoff der Tierchen, die auf den Feigenkakteen La Palmas leben, chemisch hergestellt. Das Seidenmuseum El Paso in der Calle Manuel Tano 4 - eigentlich eine Werkstatt im Familienbetrieb - erinnert an die "lausige" Tradition des Seideneinfärbens. Zudem gibt es hier alle Infos von der Seidenraupenzucht auf den Maulbeerbäumen in El Paso über die Spinnerei bis hin zur Weberei - nicht nur in der Theorie. Ganz praktisch kann man der Familie über die Schulter schauen und natürlich auch einkaufen.

Öffnungszeiten: montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr; dienstags und donnerstags auch abends von 17 bis 19 Uhr.
Adresse: C/ Manuel Taño, 4 - El Paso
Telefon: (+34) 922485400 EXT. 233
Foto Galerie in Facebook
Website: www.lashilanderaselpaso.com

 

Museo de Plátano-Mojo-Licor - Das Bananen-Mojo- und Likörmuseum in Tazacorte

Alles Banane, oder was? Auf La Palma kann man diese Frage absolut bejahen. Nach den Epochen von Zuckerrohr, Wein, Tabak und Seide sind Bananen seit Ende des 19. Jahrhunderts bis heute die Haupteinnahmequelle der Palmeros.

Im Westen und Südwesten der Insel wachsen die sonngenhungrigen gelben Früchtchen am besten - und so wurde ihnen in Tazacorte ein Museum gewidmet. Im oberen Ortsteil El Charco im Camino de San Antonio , geben die Plataneros Einblicke in ihre Arbeit. Informiert wird über Sorten und Qualität, Anbau und Schädlinge bis hin zu Ernte und Vertrieb. Passend dazu stellt der Kunsthandwerker Baudelario Rodríguez Acosta seine aus Bananenblättern gefertigten Arbeiten aus.

Neben den Plátanos findet der Liebhaber palmerischer Genüsse in diesem Museum auch Infos über Mojo und Licor de Café . Die roten und grünen Soßen sowie Kaffeelikör sind ebenfalls ein typisches Produkt La Palmas - wobei jede Hausfrau ihr eigenes Rezept hat.

Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 bis 13.30 Uhr. (Januar Geschlossen)
Adresse: Camino de San Antonio, s/n – El Charco (Tazacorte)

 

 

Molino Hidráulico El Regente

Gófio ist für die Bewohner La Palmas das, was Spinat für Popeye war: Es verleiht Riesenkräfte. Deshalb rühren die Insulaner das Pulver aus geröstetem Getreide in Milch und Suppen. Traditionell panieren sie damit auch rohen Speck und fritieren diesen anschließend zu sogenannten Chicharonnes - eine beliebte Grundlage für weinselige Fiestas.

Wer mehr über das Zaubermittel der Palmeros wissen will, fährt nach Los Sauces in die Calle Los Molinos 33 in die ehemalige Kornmühle.

Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 bis 18 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 17 Uhr.
Adresse: Los Molinos, 33 - San Andrés y Sauces.

 

 

Casa Museo del Vino - Das Weinmuseum in Las Manchas

In Sachen Vino braucht sich La Palma nicht zu verstecken. Sei es ein Vega Norte mit leichtem Pfirsicharoma, sei es ein herber Roter wie Hoyo de Mazo oder ein auf Vulkanerde gewachsener Teneguía - die Weine der Insel dürften für jeden Geschmack etwas bieten.

Wer den Vino nicht nur auf Verdacht im Supermarkt kaufen will, dem sei ein Besuch im Weinmuseum Las Manchas empfohlen. Neben Infos über die palmerischen Anbaugebiete und Sorten kann man die edlen Tropfen auch degustieren. Das Casa del Vino ist leicht zu finden: Gleich neben der berühmten Placeta de la Glorieta in Las Manchas Abajo - das ist ein Platz, der vom Inselkünstler Luis Morera ausschließlich mit Mosaik gestaltet wurde.

Öffnungszeiten: montags bis freitags 9.30 bis 13.30 Uhr; samstags 9.30 bis 14 Uhr.
Telefonische Voranmeldung unter (+34) 922 49 43 20 ist nur für Gruppen erforderlich. Maximale Gruppengröße: 30 Personen.
Adresse: Las Manchas de Abajo - Los Llanos de Aridane.

 

Parque Arqueológico de Belmaco - Archäologiepark Belmaco

 

Sie kamen aus dem Nordwesten Afrikas, sie siedelten rund 4.000 Jahre lang auf La Palma und wurden im 15. Jahrhundert von den spanischen Kolonialisten besiegt: Die Rede ist von den Ureinwohnern der Insel, genannt Benahoariten.

"Benahoare" - "mein Land" - das war ihre Antwort, wenn jemand nach dem Namen ihrer Insel fragte, die damals noch nicht La Palma hieß. Die ersten Siedler hatten ihre eigene Sprache, ein demokratisches Gesellschaftssystem, ihre Gottheit Abora - und eine ganz besondere Angewohnheit: Mittels Steinen ritzten sie geometrische Zeichen in die Felsen der Insel.

Die ersten dieser sogenannten Petroglyphen wurden 1752 in der Cueva Belmaco entdeckt. Heute können Inselgäste in dieser Höhle darüber rätseln, was die spiral-, kreis- und linienförmigen Felszeichnungen der Benahoariten bedeuten könnten. Denn das ist bis dato nicht geklärt. Wissenschaftler nehmen an, dass sie Symbole für Fruchtbarkeit, Wasser und Sonne oder auch Wegmarkierungen waren.

In der 50 Meter breiten Cueva Belmaco hatte sich die Urbevölkerung dereinst zehn Wohnungen eingerichtet. Prominenteste Bewohner der Höhlen-WG waren die Benahoariten-Könige Garehagua und Juguiro , die letzten Anführer des Kantons Tigalate.

Aber der Archäologiepark würde seinen Namen nicht verdienen, wenn vor Höhle nicht ebenfalls was geboten wäre. Ein mit Tafeln ausgestatteter Lehrpfad informiert über das Leben der Ureinwohner, und im Informationszentrum von Belmaco gibt es zwei große Säle, in denen Fundstücke aus der Höhle ausgestellt sind.

Der Parque Arqueológico de Belmaco liegt im Süden La Palmas an der Straße von Villa de Mazo nach Fuencaliente.

Öffnungszeiten: montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr; sonntags von 10 bis 15 Uhr.

Museo El Molino in Mazo - Benahoariten-Keramik in der alten Gofiomühle

Das gibt es nur auf La Palma: Nachbauten von Keramikgefäßen der Ureinwohner! Diese hohe Schule der Töpferkunst praktizieren Ramón Barreto Leal und seine Frau Vina Cabrera Medina in der alten Gofiomühle in Mazo .

In Zusammenarbeit mit Archäologen haben die beiden schon vor 35 Jahren ein Keramiksortiment nach Originalgefäßen der Benahoariten entwickelt. Darüber hinaus lernten sie bei Anuncia Vidal ihr Handwerk von der Pike auf. Anuncia stammte aus einer alteingesessenen Expertenfamilie für traditionelle Töpferwaren in Santa Cruz .

Auf dieser Basis produziert das Ehepaar bis heute in seiner Werkstatt El Molino - und Inselgäste können den beiden dabei über die Schulter schauen. Als Vorlage dienen mehr als 160 archäologische Originale, die in den über La Palma verstreuten Wohnhöhlen der Benahoariten gefunden wurden.

Neben der Werkstatt findet sich ein kleines Museum. Die Schüsseln, Töpfe und Tassen in den Regalen zeigen, wie sich das Handwerk der Ureinwohner entwickelt und immer mehr verfeinert hat.

Das außergewöhnliche Engagement des Meisterpaars wurde bereits mit vielen Auszeichnungen gewürdigt. Mit Ausstellungen auf den Kanarischen Inseln und sogar in den Vereinigten Staaten von Amerika haben Ramón und Vina weit über La Palma hinaus dafür gesorgt, dass die um ein Haar vergessene Töpferkunst der Benahoariten lebendig bleibt.

Die alte Gofiomühle liegt in der Carretera Hoyo de Mazo.
Öffnungszeiten: montags bis samstags von 9 bis 13 und 15 bis 19 Uhr.
Adresse: Lomo Oscuro - Carretera Hoyo de Mazo - Villa de Mazo
Telefon: (+34) 922 44 00 90 E-mail: belmaco@terra.es

 

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